EDV

Und so hat selbstverständlich die elektronische Datenverarbeitung auch in der Freiwilligen Feuerwehr Einzug gehalten. Man denke nur einmal an die vielen Bereiche wo die EDV im Feuerwehrdienst heutzutage nur schwer wegzudenken wäre:

.Gestaltung von Ausbildungsunterlagen und Powerpoint Präsentationen
.Massenaussendungen mit Seriendruck
.Feuerwehrverwaltungsprogramm .FDISK.
.Alarmpläne, Einsatzdisposition und Alarmierung in der BAZ mit .ELDIS.
.Schadstoffdatenbanken und Schadstoffausbreitungsmodelle
.Rasche Informationsverteilung mit E-Mail und Internet
... und viele andere Aufgaben, welche durch die EDV ungemein erleichtert werden


Im Folgenden will ich einige Themen herausgreifen, welche derzeit aktuell sind und an denen mit Hochdruck gearbeitet wird.

FDISK:
Seit 2005 gibt es das .Feuerwehrdateninformationssystem und Katastrophenschutzmanagement. . kurz FDISK. Diese Feuerwehrverwaltungslösung ist der Nachfolger von .Notruf 122., welches bereits in die Jahre gekommen war und somit nicht mehr ganz zeitgemäß war. Die wesentlichen Vorteile sind die zentrale Datenbank, sowie der weltweite Zugriff über Internet. Das heißt: Wenn die Feuerwehr XY die Telefonnummer des Kommandanten im FDISK ändert, ist diese sofort auch für den Disponenten in der BAZ verfügbar - jegliche Zeitverzögerung durch Datentransfer usw. fällt weg.
Weitere Features sind elektronische Lehrgangsanmeldung, Einsatzberichtverwaltung, elektronischer Dienstweg usw.
Auf kurz oder lang sollte sicherlich jede Feuerwehr überlegen FDISK zu nutzen. Die Kosten werden schon jetzt über den Verbandsbeitrag abgerechnet, d.h. es fallen bei Nutzung von FDISK keine Extrakosten an.

Aktuelle Informationen über FDISK sind auf www.fdisk.at abrufbar, aber auch das EDV Team steht gerne für Fragen jeglicher Art zur Verfügung:
Dies sind:

  • Helmut Czech (AFK Herzogenburg) helmut.czech@aon.at
  • Roman Tuder (AFK Kirchberg/Pielach) roman@tuder.at
  • Ewald Figl (AFK Neulengbach) ewald.figl@kabsi.at
  • Martin Polak (AFK St. Pölten . Land) martin.polak@afkdo-pl.at
  • Rainer Schwarz (AFK St. Pölten . Stadt) rainer.schwarz@feuerwehr-stpoelten.at
  • Michael Pulker (BFK St. Pölten) michael.pulker@feuerwehr-stpoelten.at


Wir sind bemüht Fragen und Probleme so rasch wie möglich zu lösen, sind aber leider oft selbst auf das Landesfeuerwehrkommando angewiesen, wobei es derzeit durch den Neubau von Landesfeuerwehrschule und -kommando und der damit verbundenen Personalauslastung zu Verzögerungen kommen kann.

Alarmierungs- und Einsatzleitsystem ELDIS:
Natürlich wäre auch der Betrieb der Bezirks- und Bereichsalarmzentrale ohne EDV nicht denkbar. Kernstück ist dabei das Alarmierungs- und Einsatzleitsystem .ELDIS. welches im Datenverbund mit den anderen BAZen in ganz Niederösterreich betrieben wird.
Im ELDIS werden sämtliche Alarmpläne verwaltet und können Ort- und Alarmstufenabhängig disponiert werden. ELDIS kann aber immer nur so gut sein wie die Daten mit denen es gefüttert wird. Da die Alarmplanaufstellung grundsätzlich der örtlich zuständigen Feuerwehr obliegt, sind alle Feuerwehrkommandanten angehalten alle Änderungen von Alarmplänen an mich zu melden, bzw. zu überprüfen inwieweit die Alarmpläne noch aktuell sind (z.B. durch veränderte Ausrüstung). Zu diesem Zweck können die aktuell im ELDIS eingepflegten Alarmpläne jederzeit bei mir angefordert werden (in Papierform oder pdf).
Derzeit werden im ELDIS ca. 2.000 Objekt-, Ort- und Sonderalarmpläne verwaltet.

Blaulicht SMS . ELDIS Kopplung:
Viele Feuerwehren verwenden Blaulicht SMS - eine Plattform um eine Zusatzalarmierung über SMS zur Verfügung zu stellen. Derzeit wird das von der BAZ ausgesendete Funksignal von einem Empfänger empfangen, ausgewertet und an die jeweiligen Feuerwehrmitglieder wird eine SMS mit dem Inhalt .Feuer. oder .Stiller Alarm. gesendet, wobei diese spärliche Information relativ unbefriedigend ist. Aufgrund wesentlicher Intervention von der BAZ St. Pölten aus wird es in absehbarer Zeit bald eine niederösterreichweite Lösung geben, bei der aufgrund der ELDIS Daten auch die Einsatzart bzw. der Einsatzort übertragen wird: Z.B.: .PKW Bergung in Dripsdrü.. Anfang März wurde die weitere Vorgehensweise in Abstimmung mit der IVW4 und Blaulicht SMS festgelegt. Gemeinsam mit der BAZ Krems (welche mit Kam. Gerhard Urschler wesentlich bei der Softwareentwicklung mitwirkt) kann hoffentlich in naher Zukunft eine Probebetrieb aufgenommen werden.

BAZ Neubau:
Das Jahr 2005, aber vor allem das Jahr 2006 stand voll im Zeichen des Umbaus der Bereichsalarmzentrale St. Pölten. Im Jahr 1989 wurde unsere BAZ als eine der modernsten Europas in Betrieb genommen. Damals steckte die EDV buchstäblich noch in den Kinderschuhen, und es war nicht absehbar wie schnell sich dieser Bereich entwickeln würde. Heute stehen wir vor der Problematik, dass Serverschränke mitten in der BAZ stehen, dass Rechner teilweise völlig unterventiliert im Pult verbaut sind, und dass immer mehr mechanische Komponenten (Schalter und Taster im Tableau) ihren Dienst versagen.
Ende 2004 wurde daher die Entscheidung getroffen die BAZ St. Pölten völlig zu erneuern. Unter meiner Leitung wurde eine Arbeitsgruppe bestehend aus Peter Fahrafellner, Rainer Guttenbrunner, Christian Högl, Thomas Probst, Franz Schuster und Rainer Schwarz gebildet. Ziel war es (wie bereits im Jahr 1989) bis Anfang 2007 eine der modernsten Zentralen Europas in Betrieb nehmen zu können.
Einige Features sind:
.Zwei identische redundante Hauptarbeitsplätze
.Zentrales Leitstellenkommunikationssystem (mit Voice over IP)
.Touchscreen - Haustechniksteuerung über zentrales CAN Bussystem
.Zentraler Infoscreen für Kameraüberwachung, Lagebilddarstellung, Kartenprojektion, Lageführung
.Videoscreen in Bezirkskanzlei zur Übertragung von Lagebildern und ELDIS-Logginginformationen im Katfall.
.Vollklimatisierter Serverraum im Keller
.Klimatisierung der BAZ
.und viel mehr.

Der Kostenrahmen wird mit ca. 350.000,- . angeschlagen, wobei voraussichtlich ca. 2/3 von der FF St.Pölten-Stadt, welche Betreiber der BAZ ist aufgebracht werden. Der restliche Anteil wird vom BFK St. Pölten aus den Alarmierungseinnahmen abgedeckt.
Im Vergleich sind die Kosten relativ gering in Anbetracht dessen, dass darin auch die baulichen Kosten wie z.B. Doppelboden, Klimaanlage usw. enthalten sind. Erreicht wird dies durch die extrem hohe Eigenarbeitsleitung die eingebracht wird. So erfolgt z.B. die gesamte Entwicklung der Haustechniksteuerung in Eigenregie, wobei der der hardwarenahe CAN-Bus und Communication Server von Kamerad Rainer Schwarz und die gesamte Visualisierung und Touchscreensteuerung von Michael Pulker programmiert wird. Ein weiterer wesentlicher Teil ist der zentrale Infoscreen (über Videobeamer), dessen Software ebenfalls von mir programmiert wird.
Derzeit werden im gesamten Haus ca. 2.500 m CAT5 und CAN Kabel in Eigenregie verlegt und die Ausschreibung des Leistellenkommunikationssystems, sowie die Softwareentwicklung laufen auf Hochtouren.

Beamer:
Das Bezirksfeuerwehrkommando verfügt über einen lichtstarken portablen Videobeamer, welcher jederzeit gegen Voranmeldung für Schulungen, Präsentationen usw. ausgeborgt werden kann. Bitte zeitgerecht bei mir, oder beim Bezirksfeuerwehrkommando reservieren.


Zur Person Michael Pulker:
Aufgrund meiner beruflichen Tätigkeit bei der FF St. Pölten.Stadt bin ich auch am Tag relativ leicht verfügbar und kann viel Zeit in Projekte wie z.B. den BAZ-Neubau stecken.
Bei Fragen und Anliegen bin ich jederzeit erreichbar unter:
E-Mail: michael.pulker@feuerwehr-stpoelten.at
Tel.: 02742 / 366511 . 214
Mobil: 0676 / 3265058
Skype Name: .michaelpulker. (Skype ist ein kostenloses Program für VoIP www.skype.com)

Letzte Änderung: 04.12.2007