Donnerstag, 02 Februar 2017 14:46

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Zu einem gefährlichen Schadstoff-Zwischenfall kam es heute im Keller eines mehrstöckigen Gebäudes in St. Pölten. Arbeiter waren dabei eine stillgelegte Kühlanlage aus dem Jahr 1915 zu demontieren, als diese einen stechenden Geruch warnahmen. Umgehend wurde die Feuerwehr alarmiert und das gesamte Gebäude evakuiert.

Beim Eintreffen der Stadtfeuerwehr wurde das Gebäude abgeriegelt und erste Messungen vorgenommen. Diese deuteten auf Schwefelwasserstoff hin - genauere Messungen mittels Prüfröhrchen zeigten eine gefährlich hohe Konzentration an Schwefeldioxid. Scheinbar wurde bei der Demontage eine Leitung der alten Kühlanlage beschädigt, wodurch sich das Gas im Untergeschoss des Gebäudes ausbreiten konnte. Die Arbeiter, welche das giftige Gas eingeatmet hatten, wurden umgehend von der Rettung in das Universitätsklinikum St. Pölten gebracht.

Die Gase in den Kellerräumlichkeiten wurden mit einem Entlüftungsgerät abgesaugt, wobei die Abluft in Richtung einer Grünfläche erfolgte, wo das Gas niedergeschlagen wurde. Das beschädigte Kühlaggregat sowie die Kühltruhe wurden von einem Atemschutztrupp ins Freie geschafft, wo auch die letzten Reste des Gases niedergeschlagen werden konnten.

Nach dem Durchlüften des kompletten Kellergeschosses sowie des Stiegenhauses wurden noch abschließende Messungen durchgeführt, nach welchen das Gebäude wieder freigegeben werden konnte.

Die gesamte Kühlanlage wurde mit einer offenen Mulde des Wirtschaftshofes in Begleitung der Feuerwehr zur Deponie gebracht und dort durch Einsatzkräfte unter Atemschutz gesichert abgestellt. Da einige Angestellte, welche sich zum Zeitpunkt des Zwischenfalls im Gebäude befanden, über starke Kopfschmerzen klagten, begaben sich diese ebenfalls vorsorglich in das Krankenhaus.

Quelle: FF St.Pölten-Stadt/Max Korten

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