Montag, 22 Oktober 2012 17:23

Rund 150 Teilnehmer üben Busunfall-Szenario in Karlstetten

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Es ist Freitag, der 12. Oktober Punkt 17:00 Uhr, als die Einsatzkräfte von Rotem Kreuz, Arbeitersamariterbund, Polizei und Feuerwehr zu einem Übungsszenario gerufen werden, von dem wahrscheinlich alle Einsatzkräfte hoffen, dass sie es nie in der Realität zu bewältigen haben. "Busunfall, mehrere eingeklemmte Personen in der Gewerbestraße", so heißt es bei der simulierten Alarmierung über Funk. Insgesamt 24 Einsatzfahrzeuge treten geschickt gestaffelt die Fahrt zum Übungsort an.

Das ersteintreffende Fahrzeug, ein Rettungswagen des RK St. Pölten, übernimmt am Übungsort sogleich die Einsatzleitung Rettungsdienst, das nächsteintreffende Kommandofahrzeug der Feuerwehr Karlstetten übernimmt die gleiche Aufgabe für Einsatzkräfte der Feuerwehr. Die beiden Einsatzleiter erkunden rasch die Lage, treffen ihre Entschlüsse nach einer kurzen Abstimmung untereinander und beginnen mit der Befehlserteilung an alle nachfolgenden Kräfte.

Die Lage ist sogar noch schlimmer als die Alarmierungsdurchsage vermuten ließ: So liegt der Bus auf der Seite - fast 20 Verletzte befinden sich im bzw. unter dem Bus - und auch im PKW des Unfallgegners sind drei Personen zu Schaden gekommen.

Rasch werden seitens der Feuerwehr fünf Einsatzabschnitte gebildet, um der Lage in aller gebotenen Eile Herr zu werden. Der erste Einsatzabschnitt übernimmt die Menschenrettung aus dem PKW, der zweite die Sicherungmaßnahmen von Bus und Umgebung. In einem dritten und viertem Einsatzabschnitt wird die Menschenrettung aus dem Bus von außen bzw. innen bewerkstelligt. Alle in Reserve gehaltenen Resourcen werden in einem fünften Einsatzabschnitt zusammengefasst.

In exakt 35 Minuten ab Alarmierung sind alle Verletzten gerettet und dem Rettungsdienst übergeben und alle Toten geborgen. Mit Übungsende um etwa 18:40 Uhr ist auch der Reisebus durch Kran St. Pölten wieder auf die Räder gestellt.

Den Abschluss bildet eine gemeinsame Übungsnachbesprechung im Feuerwehrhaus, deren Konklusio ist, dass die Übung großteils sehr gut gelaufen ist, einige Kleinigkeiten aber verbesserungswürdig sind. Die Kritikpunkte werden selbstverständlich in die Ausbildung der Einsatzorganisationen einfließen.

Die Feuerwehr Karlstetten bedankt sich bei allen Helfern, Darstellern, Grundstückseignern, Teilnehmern und Übungsbeobachtern!

Teilnehmer:

  • FF Karlstetten (KDO, TLF, LF, MTF)
  • FF Neidling (RLF)
  • FF Hausenbach (KLF)
  • FF Weyersdorf (KLFA-W)
  • FF Hain (TLF, KRF)
  • FF Hafnerbach (RLF)
  • FF St. Pölten-Stadt (KRF-S, Kran, Kran-Begleit)
  • ASBÖ Dunkelsteinerwald (RTW)
  • ASBÖ St. Pölten (NAW, RTW)
  • RK St. Pölten (7 RTW)
  • Polizei-Inspektion Prinzersdorf (1 Streife)

Insgesamt: 79 Feuerwehrangehörige, 42 Rettungsdienstmitarbeiter, 3 Polizeibeamte, 23 Verletzte/Tote

Text: FF Karlstetten

 

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