Dienstag, 31 Juli 2012 16:31

350 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst und Behörden beübten den gemeinsamen Einsatz Empfehlung

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Rund 350 Einsatzkräfte von Feuerwehr, Rettungsdienst, Behörden und ÖBB beübten am 30. Juli 2012 den Raingrubentunnel.
Der Raingrubentunnel ist eines von drei Unterflurbauwerken der neuen Hochleistungseisenbahnstrecke der Westbahn durch das Tullnerfeld im Bezirk St.Pölten, die im Dezember 2012 in Betrieb geht.

Übungsannahme bei dieser Übung war ein Zwischenfall mit der rollenden Landstraße, einem „Transportsystem für den begleiteten kombinierten Verkehr auf der Schiene bzw. ein spezieller Zug, bei dem komplette Lastwagen bzw. Sattelzüge per Bahn befördert werden. Die Fahrer sind während der Fahrt in zusätzlich angehängten Begleitwagen (Sitz- oder Liegewagen) untergebracht“( http://de.wikipedia.org/wiki/Rollende_Landstra%C3%9Fe 2012-07-31@00:21). Hier kam es zu Rauchentwicklung und mehreren vermissten Personen, insgesamt durch 27 LagedarstellerInnen gespielt.

Gemäß Sonderalarmplan für den Einsatz im Tunnel wurden nach der Alarmierung durch den Eisenbahnbetreiber die eingeteilten Feuerwehren per Funk aus ihren Feuerwehrhäusern abberufen und rückten umgehend mit den eingeteilten Fahrzeugen aus. Neben den Einsatzkräften der Alarmstufe zwei wurden auch die Einsatzkräfte der Alarmstufe drei als Beobachter eingeladen.

Die Portal-und Notausstiegskommanden besetzten die zugewiesenen Notausstiege bzw. Portale und arbeiteten eine vorbereitete Checkliste ab. Gemeinsam mit der Notfallleitstelle der ÖBB und dem dortigen Notfallkoordinator wurden die weiteren Maßnahmen durchgeführt. Nach der Freigabe der Bahnstrecke und dem Herstellen des sicheren Einsatzbereiches konnten zwei Tunnelrüstlöschfahrzeuge in den Tunnel einfahren, weiters machten sich mehrere Atemschutztrupps zu Fuß auf den Weg um die 27, zum Teil im Tunnel vermissten, Personen zu suchen.

Rasch konnten die ersten Personen aufgefunden und gerettet werden. Außerhalb der Tunnelbauwerke übernahm der Rettungsdienst die weitere Versorgung der Verletztendarsteller. Gehfähige Personen wurden von Feuerwehrleuten in den sicheren Bereich begleitet, „schwerer verletzte“ wurden mittels Tragen und Tragtüchern von den Feuerwehrmitgliedern aus dem Tunnel getragen.

Das Magistrat der Landeshauptstadt St.Pölten sowie die Bezirkshauptmannschaft St.Pölten benutzten die Übung um die behördlichen Führungsstäbe zu schulen bzw. das stabsmäßige Arbeiten zu üben.

Bezirksfeuerwehrkommandant, Oberbrandrat, Dietmar Fahrafellner konnte bei der Übungsnachbesprechung eine erfolgreich verlaufende Übung Revue passieren lassen. Die Handgriffe der Feuerwehr sitzen perfekt und somit sind die Feuerwehren des Bezirkes St.Pölten bestens auf Einsätze vorbereitet. Gemeinsam mit der ÖBB, den Behörden und den anderen Einsatzorganisationen hat man bereits im Vorfeld an einem Strang gezogen um optimal vorbereitet zu sein.


Statistik:
220 eingesetzte Feuerwehrmitglieder von 31 Feuerwehren
84 Mitglieder von Rotem Kreuz und Arbeitersamariterbund mit 25 Fahrzeugen
Polizei mit 4 Fahrzeugen und 10 Mann
Behördliche Führungsstäbe Magistrat St.Pölten und Bezirkshauptmannschaft St.Pölten
ÖBB

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